16.01.2009
IFPI Digital Music Report erschienen
Der digitale Musikmarkt ist 2008 weltweit um 25 % gewachsen. Piraterie schafft nach wie vor Probleme: 95 % der Downloads sind illegal
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Die Musikwirtschaft hat ihre Geschäftsmodelle erweitert, die Konsumenten profitieren von einer Reihe neuer Angebote. Bei 40 Milliarden illegal verbreiteten Files und einer Piraterie-Rate von 95 % sind die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des digitalen Musikmarktes jedoch extrem schwierig. Der Wert der unlizenzierten Musik-Files übersteigt die legalen Umsätze von weltweit 3,7 Milliarden Dollar bei weitem.
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Der heute veröffentlichte IFPI Digital Music Report 09 weist auch für 2008 eine positive Entwicklung des digitalen Musikmarktes aus

. Die Umsätze liegen weltweit bei 3,7 Milliarden Dollar, das ist eine Steigerung von 25 % gegenüber 2007. Digital Sales machen nach 15 Prozent im Vorjahr nunmehr bereits 20 Prozent der weltweiten Musik-Umsätze aus. 1,4 Milliarden Tracks (+ 24 %) und 66 Millionen Alben (+36%) wurden legal herunter geladen.
Diese positive Entwicklung am legalen Online-Markt wird allerdings durch 40 Milliarden illegal im Internet verbreiteter Musikfiles überschattet. Die Piraterie-Rate beträgt 95%.
Neue GeschäftsmodelleNeben den klassischen Digital Sales – á la carte Downloads z.B. von Apple´s iTunes – werden Business-to-Business-Vereinbarungen zwischen den Musik-Labels und Netzbetreibern, Handyherstellern oder Internet Service Providern, Pay-TV-Anbietern sowie Mobile-TV-Partnern immer häufiger. Strategisches Marketing und Content-Lizenzierung gewinnen an Bedeutung. Bei Nokia´s „Comes with Music“ etwa, sind beim Kauf eines entsprechenden Handys bereits etwa 2 Millionen Tracks inkludiert, von denen ein bestimmter Teil nach Ablauf des Vertrages als Download beim Besitzer verbleiben kann.
Auch mit Social Networks wie YouTube gibt es Kooperationen: Die Labels erhalten einen Teil der Werbeerlöse, die im Umfeld der Musicclips realisiert werden.
Kooperation mit ISPsBei der Bekämpfung von Internet-Piraterie spielen die Internet Service Provider eine Schlüsselrolle. Laut einer Entertainment Media Research Studie aus 2008 würden 72 % der britischen Musikkonsumenten mit dem illegalen Downloaden aufhören, wenn sie von ihrem Provider dazu aufgefordert werden. Weltweit werden verschiedene Modelle diskutiert, die eine temporäre Sperre von Netzzugängen bei nachgewiesenen und wiederholten Urheberrechtsverletzungen vorsehen. Die Anwendung solcher Modelle unter legitimierter Kontrolle könnte Klagen und Urteile hinfällig machen.
Download Digital Music Report 09