19.01.2010
Umsatzrückgänge am Musikmarkt gestoppt
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Die Zuwächse am digitalen Musikmarkt und bei den neuen Geschäftsfeldern wie Merchandising und Ticket-Verkauf stabilisieren den Gesamtmarkt.
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Eine erste Analyse der Musikverkäufe im Jahr 2009 deutet - nach Jahren rückläufiger Umsätze - erstmals wieder auf eine Erholung des österreichischen Musikmarktes hin. Wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung haben die Umsätze mit Internet- und Handy-Musikdownloads, die gegenüber dem Vorjahr um 38 % auf 15,7 Mio. Euro angestiegen sind - die höchste Steigerungsrate seit der Etablierung des legalen Online-Musikmarktes vor fünf Jahren. Bei den physischen Umsätzen konnten die Einbußen der vergangenen Jahre zumindest eingedämmt werden, hier wird ein Rückgang von etwa fünf Prozent erwartet. Deutliche Steigerungen am Online-Musikmarkt und zusätzliche Einkünfte aus neuen Geschäftsfeldern, wie Merchandising, Content-Lizenzierung oder Ticketverkauf, konnten die Rückgänge im traditionellen Geschäft erstmals kompensieren und damit den Gesamtmarkt stabilisieren.
Hannes Eder, Präsident des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft - IFPI Austria: „Wir haben in den letzten Jahren mit großem Aufwand eine digitale Strategie samt Infrastruktur aufgebaut und eine Fülle neuer Geschäftsmodelle entwickelt. Diese Anstrengungen machen sich nun bezahlt, Schritt für Schritt stellen sich erste messbare Erfolge ein. Auch wenn es noch viel zu tun gibt, um die Wünsche unserer Kunden noch besser bedienen zu können - die Ergebnisse der jüngsten Marktentwicklung zeigen den Weg in eine optimistische Zukunft für die Musikwirtschaft.“
Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft: „Die deutlichen Zuwächse bei Internet- und Handy-Downloads stimmen optimistisch – die Talsohle könnte erreicht sein, der Turnaround ist zumindest in Sicht.“
„King of Pop“ Nummer 1 der Jahrescharts
Klare Nummer 1 der Album-Verkaufscharts 2009 ist Michael Jacksons „King of Pop“, gefolgt von Lady Gaga („The Fame“), Peter Fox („Stadtaffe“), Kiddy Contest Kids („Kiddy Contest Vol. 15“), Rammstein („Liebe ist für alle da“) und Green Day mit „21st Century Breakdown“.
Bei den Singles dominiert Lady Gaga (Platz 1 für „Poker Face“, Platz 5 für „Bad Romance“). Die Plätze zwei bis vier belegen David Guetta feat. Akon mit „Sexy Bitch“, Emiliana Torrini mit „Jungle Drum“ und die Black Eyed Peas mit „I Got A Feeling“.
Die erfolgreichsten österreichischen Alben neben Kiddy Contest stammen von Udo Jürgens („Best of“), Semino Rossi („Die Liebe bleibt“), die Seer („Hoffen, Glauben, Liab´n“), DJ Ötzi („Hotel Engel“) und Falco („The Spirit Never Dies“). Die erfolgreichsten österreichischen Singles waren „So a schöner Tag“ von den Jungen Zillertalern, „A Sound Of Silence“ und „Fortune Teller“ von Eva K. Anderson, „Blown Away“ von Oliver Wimmer und „Gefährlich“ von Dreieck.
Insgesamt schafften es 22 österreichische Alben und acht Singles in die Top 100 der offiziellen österreichischen Verkaufscharts „Austria Top 40“.