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12.09.2018
EU-Copyrightrichtlinie: Meilenstein für die europäische Contentwirtschaft

IFPI und VÖZ begrüßen Votum der EU-Parlamentarier

„Die EU-Parlamentarier sind heute standhaft geblieben und haben sich über die geballte Macht der US-Giganten hinweggesetzt. Dieses positive Votum ist eine nachhaltige Stärkung der journalistischen und kulturellen Vielfalt in Europa“, erklärte der Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) Markus Mair in einem gemeinsamen Statement der österreichischen Content Wirtschaft am 12. September 2018.

Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI) zeigt sich ebenso erfreut: „Die heutige Entscheidung des EU-Parlaments ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer fairen Entlohnung der Kreativen durch die Internet-Konzerne. Die Abgeordneten haben wohl überlegt entschieden und sich auch nicht durch die beispiellose Desinformationskampagne von Google, Facebook und Co. verunsichern lassen. Durch die Schaffung von gleichen Spielregeln für alle werden digitale Innovationen und konkurrierende Angebote – ganz im Sinne der KonsumentInnen – gefördert. Jetzt gilt es, die Richtlinie mit einem Beschluss der Mitgliedstaaten ins Ziel zu bringen. Die österreichische Ratspräsidentschaft hat dabei eine Schlüsselrolle und es gibt positive Signale der österreichischen Regierungsverantwortlichen.“

„Unabhängiger Journalismus muss fair finanziert werden. In Europa haben sich 5.300 Zeitungstitel und über 15.000 Zeitschriftenverlage mit 50.000 Titeln für diese Reform ausgesprochen. Die Parlamentarier haben einer Handvoll Monopole aus dem Silicon Valley heute eine wichtige Lektion erteilt: Eurer Marktmacht können Grenzen aufgezeigt werden – die kommerzielle Ausbeutung unserer wertvollen Inhalte wird zukünftig nicht mehr toleriert“, so VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger. Nun gilt es laut Grünberger darauf zu achten, diese Standhaftigkeit auch in den Trilog-Verhandlungen zwischen Rat, Kommission und Parlament beizubehalten. „Europa muss jetzt Stärke zeigen und sicherstellen, dass die US-Konzerne das Ergebnis in der Nachspielzeit nicht mehr umdrehen können“, so Grünberger, der in diesem Zusammenhang auch die zentrale Rolle der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft hervorhob.




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